Ein Mieter kann von seinem Vermieter verlangen, dass dieser in einer Betriebskostenabrechnung bestimmte Kosten so aufschlüsselt, dass der Mieter gegenüber dem Finanzamt haushaltsnahe Dienstleistungen in Abzug bringen kann.

Für die steuerliche Geltendmachung haushaltsnaher Dienstleistungen anteiliger Betriebskosten benötigt der Mieter entweder einen gesonderten Ausweis der abzugsfähigen Kosten in der Betriebskostenabrechnung oder eine separate Bescheinigung hierüber. Werden die betreffenden Betriebskosten in der Abrechnung nicht gesondert ausgewiesen, ist der Vermieter verpflichtet, dem Mieter auf dessen Verlangen hin eine gesonderte Bescheinigung auszustellen. Denn anderenfalls kann der Mieter die Kosten nicht steuerlich geltend machen.

Was fällt unter “haushaltsnahe Dienstleistungen”?

Dienstleister/Dienstleistungsagentur (zum Beispiel):

  • die Reinigung der Wohnung, das Putzen der Fenster, die Reinigung des Treppenhauses und der übrigen Gemeinschaftsräume
  • die Gartenpflege (z. B. Rasenmähen, Heckenschneiden)
  • die Dienstleistung bei Umzügen von Privatpersonen (abzüglich Erstattungen Dritter)

Handwerkerleistungen (zum Beispiel):

  • Arbeiten an Innen- und Außenwänden
  • Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen, o.Ä.
  • Reparaturen oder Austauscharbeiten an Fenstern und Türen
  • Streichen, Reparaturen und Austauscharbeiten an Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Einbauküchen, Heizkörpern und -rohren
  • Reparaturen und Austauscharbeiten an Bodenbelägen (z. B. Teppichboden, Parkett, Fliesen)
  • Reparaturen, Wartungs- oder Austauscharbeiten an Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen
  • Modernisierungsarbeiten im Badezimmer
  • Reparaturen und Wartungsarbeiten an Gegenständen im Haushalt des Steuerpflichtigen (z.B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, Fernseher, Personalcomputer)
  • Maßnahmen der Gartengestaltung (z. B. Pflasterarbeiten, Gartenneuanlage)
  • Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück
  • Kontrollarbeiten (z. B. Schornsteinfeger, Blitzschutz, Feuerlöscher und -melder)

Nicht alle Gerichte sehen den Vermieter in der Pflicht, eine gesonderte Bescheinigung auszustellen – das Landgericht Berlin verurteilte einen Vermieter z.B. nur dazu, dass die Betriebskostenabrechnung so zu erstellen sei, dass der Mieter aus der Abrechnung die für ihn steuerlich ansetzbaren haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen ersieht, so dass diese in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Im Rahmen unserer Dienstleistungen sorgen wir für einen entsprechenden Ausweis der abzugsfähigen Kosten nach § 35a EStG – damit Sie Ihr Mieter nicht ärgern kann.

Zur Kontaktaufnahme klicken Sie bitte hier

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.